Wie beschreibt man den Zustand am besten, wenn etwas zu Ende geht, was man unglaublich intensiv erlebt hat und nie mehr vergessen wird?
Man aber noch nicht mit dem neuen, bevorstehenden begonnen hat, quasi irgendwo zwischen Abschied und Wiedersehen hängt?
Denn das ist, grob gesagt , mein aktueller Gefühlszustand.
Die Reise nach Tanzania war abenteuerlich, anstrengend, aber auch sehr lohnend. Spätestens als ich mich in den türkisblauen Wellen des indischen Ozeans auf Zanzibar austoben konnte, mich anschließend von der unglaublichen Sonne am weißen Sandstrand habe trocknen lassen, hatte ich auch die letzten Schlaglöcher und queerfeldein-Fahraktionen der 2 1/2 tägigen Anreise mit Bus und Fähre vergessen, zumindest für diesen Moment.
Zurück in Uganda erholte ich mich von den Reisestrapazen und versuchte einen Plan für die letzten 1 1/2 Wochen zuschmieden.
Der Auszug aus meiner Wohnung in Nkozi stand bevor und auch die Verabschiedung meiner Gastfamilie…
Innerhalb von zwei Stunden hatte ich mit Hilfe der tatkräftigen Unterstützung meiner Freundin aus Deutschland mein Hab und Gut des letzten Jahres zusammengepackt.
Mit gefühlten Tonnen auf dem Rücken ging es, mit ein paar kleineren Geschenken zu meiner Gastfamilie, bei der ich fast 7 Monate gewohnt habe.
Nachdem wir gemeinsam einige Bilder meines Jahres angesehen hatten, saß ich im Taxi zurück nach Kampala, das letzte Mal von der südlichen Halbkugel in die nördliche, über den Äquator.
Was ich fühlte?
Nicht viel, denn ich schiebe all die schmerzlichen Abschiedsgedanken noch beiseite.
Noch bin ich hier, noch versuche ich alles zugenießen, die Bodafahrten, das lokale Essen, das hier sein.
Mein Uganda.
Das ich als ein Uganda der unglaublichsten grüntönen kennengelernt habe, der unterschiedlichsten Vegetationen, einer wunderschönen Natur.
Aber auch ein Uganda der Gegensätze, der Kontraste, der vielen Probleme in Politik und Gesellschaft.
Ein unglaublich Kinderreiches Uganda.
Mit viel Sonne.
Das aber auch nicht das Ugandajahr geworden wäre ohne all die tollen, unterschiedlichen Menschen dich habe kennenlernen dürfen und die ich getroffen habe, mit denen ich einige Zeit verbracht habe, dann wieder verabschiedet habe, oder mit denen ich mein Jahr bestritten habe, die stehts an meiner Seite waren.
Nicht zu vergessen, auch all die , die ich zurückgelassen habe vor einem Jahr.
Die Menschen die mich unterstütz haben, mich bekräftigt haben, die sich Sorgen gemacht haben und sich mit mir gefreut haben.
Denn ohne all diese Menschen hinter mir und neben mir , hätte ich nie so ein Jahr erlebt.
WEBALE NYO!
Dies ist mein Abschiedsartikel, der wahrscheinlich letzte aus Uganda.
Einfach zu schreiben, doch schwer zu realsieren.
Uganda ist nun auch Heimat und ich habe hier einen Platz, zwischen Menschen die mich kennen und mögen, gewonnen.
Doch meine Heimat ist auch Deuschland.
Und ich freue mich auf alle die schon die Tage zählen
Danke auch an all die Leser und Menschen die meinen Blog das Jahr über verfolgt haben!
Ich hoffe ich konnte euch ein wenig durch mein Schlüsselloch nach Uganda schauen lassen…!

A heeer! (Pfälzische Landessprache, bedeutet soviel wie “aber hallo”)!
Töchterlein ich bin gerührt und nicht geschüttelt. So einen bewegenden Eintrag zu lesen, ist für einen beinahe älteren Herren ein wahres Glücksgefühl. Das war großes Kino. Also, Countdown läuft, Freue mich schon wahnsinnig auf die nächste Woche! Mach es juut, Grüße an alle Grüßenswerte, ddP
Liebe Eva!
Ich kann nur zuuuu gut nachvollziehen, wie es dir gerade geht, in mir kamen die gleichen Gefügle auch wieder hoch, als ich an all das dachte, wie es in Uganda so ist und der Vergleich zu hier!!
Ich hoffe due genießt die letzten Tage noch schön und behälst alles in deinen Einenrungen an das tollste Jahr!!
Ess ein Rolex und eine Ananas für mich mit
Viele liebe Grüße aus dem kaltem Schwabenland!
Die Johanna
please link to our project: http://arcuganda.wordpress.com
Hallo liebe Eva!
Ich habe schon vor einiger Zeit versucht dir eine Mail zu schreiben, leider sind die Adressen, welche ich hier habe, nicht mehr aktuell. Im StudiVZ hast du leider nicht reagiert, daher versuche ich (auch wenn es schon Oktober ist und ich mir nicht sicher bin ob du überhaupt noch hier rein schaust) auf diesem Wege dir eine Nachricht zu hinterlassen. Ich hoffe es geht dir gut und du bist gut in Deutschland angekommen. Ich hoffe meine Spende hat dich jeden Monat erreicht? Vielleicht telefonieren wir mal wieder oder sehen uns sogar mal
Ich würde mich freuen von dir zu hören!
Liebe Grüße, deine Isabell