Eva in Uganda

Eva-Maria's Freiwilligendienst in Nkozi, Uganda

weihnachtszeit auf ugandisch… Dezember 28, 2009

Einsortiert unter: uganda — lillifee88 @ 5:23 pm

Jinja ist die zweitgrößte Stadt ugandas. Sie liegt am Ufer des victoria sees an der nilquelle.

Jinja unterscheidet sich landschaftlich von der natur in kayabwe durch die vielen teefelder und natürlich den nil. Die natur dort ist einfach unbeschreiblich schön.

Als wie arno, einen befreundeten freiwilligen vor knapp 2 wochen in jinja besucht haben, war das unser erster kleiner trip in uganda. Wir hatten fast nur tolles wetter. Arno wohnt etwas außerhalb von jinja town, inmitten eines bananenwaldes mit einer wunderschönen aussicht.

Kleine schweinchen gibt es dort auch 

Den absolut schönsten tag in uganda hatte ich, als wir uns auf den weg machten zum nil. Wir wollten ihn nicht nur anschauen, sondern auch darin baden.

Mit einer frischgeschnittenen ananas bewaffnet , sind wir ,den etwas steileren weg zum nil, abgestiegen.

Diesen ausblick kann man nur sehr schwer beschreiben, an einigen stellen ist der nil ruhiger, an anderen ist er wild strudelnd.

Da es an diesem tag sehr heiß war ,hielt es uns nicht lange in unseren klamotten, nach ein paar minuten taktischem überlegen, wie man denn am besten und sichersten ins kühle nass sprünge, plantschten wir schließlich im nil. Ein wirklich geiles gefühl, denn wie oft hat man schon die gelegenheit im nil zu baden??

Nach schönen stunden am wasser bekamen wir hunger, also machten wir uns auf die suche nach einer passenden lokalität. Die haben wir dann im restaurant eines campingplatztes gefunden.

Ein kühles nile( bier, das in jinja gebraut wird, abolut trinkbar!), im hintergrund ein traumhafter sonnenuntergang mit blick auf den nil. Einfach nur ohne worte. Nach dem wirklich leckeren essen enspannten wir noch ein bisschen auf den couchähnlichen sitzgelegenheiten des campingplatzes. Dann machten wir uns auf den weg zurück, im gepäck ein chapatti mit nutella und banane, als dessert.

Die vollkommene abrundung dieses schönen tages.

Jinja ist im allgemeinen soviel fortschrittlicher als die gegend bei uns in kayabwe. Das stadtbild bietet eine gute infrastruktur , wovon wir auf dem land richtung masaka nur träumen können.

Nach 4 tollen tagen in jinja sind wir dann , schweren herzens zurück nach kampala aufgebrochen.

Da melli am 19. Nach togo geflogen ist und ich sie nach entebbe zum flughafen gebracht habe.

Seit genau einer woche mache ich urlaub in bushenyi, im westen ugandas. Hier ist es ganz anders als in jinja, aber genauso unbeschreiblich schön.

Wir haben hier zusammen weihnachten gefeiert, wir, dass sind alles weltwärtsfreiwillige von via e.v. oder dem roten kreuz, oder einer ganz kleinen organisation, deren namen mir entfallen ist.

Wir haben sogar einen weihnachtsbaum, den florian und ich zusammen geschnückt haben, mit selbstgebastetem schmuck, einmalig. Zu essen gab es ein 4 gänge menu das wir auch 4 stunden lang gekocht haben. Aber es hatte sich gelohnt, das essen war absolut weihnachtstauglich!

Vorgestern haben wir uns in einem geliehenen Pick up auf safari tour gemacht. Denn nur eine stunde fahrt entfernt liegt der größte nationalpark ugandas, queen elizabeth nationalpark. Auf unserem weg machten wir einen Stop bei einem vulkangrater mit höhle. Der weg in die höhle war sehr abenteuerlich, mit langen stöcken ausgerüstet und selbstverständlich „festem schuhwerk“ kämpften wir uns durch den dschungel zur höhle durch.

Wirklich wie im film…

Nach diesem höhlenbesuch haben wir uns noch ein soda mit blick auf den vulkangratersee genehmigt, dann ging die fahrt weiter.

Landschaftlich ist alles immer bergiger geworden, nach etlichen kurven, „ahs“ und „ohs“ ging es um eine kurve ,hinter der sich die atemberaubende savannenlandschaft des nationalparks verbarg.

Wie in könig der löwen. Und auch der typische afrikabaum war überall zusehen.

Unser erste wildes tier war ein riesen pavian der am rand der straße chillte. Er war der bewacher von kleinen süßen babypavianen die im baum an der straße saßen.

Die fahrt ging weiter, pumpas gab es einige zusehen und bald auch die ersten antilopen.

Das absolute highlight war ein elefantenbulle ca 50 meter von unserem auto entfernt. Ein kindheitstraum der wahrgeworden ist, einen majestätischen elefanten in freiheit zu sehen. Nach unserer kleinen safari tour ging es weiter richtung king’s fisher, eine lodge auf dem hügel vor dem park.

Wir genossen den sonnenuntergang über dem park im pool…ich mit einem milchshake… Danach ließen wir diesen aufregenden tag mit einem leckeren buffet ausklingen.

Ich werde hier in bushenyi bis zu voraussichtlich am 8. Januar bleiben, dann geht es zurück nach kampala. Melli werde ich am 9. In entebbe vom flughafen abholen.

Eigentlich wollten wir in denise projekt mitarbeiten, leider hatten wir kurz vor unserer abreise nach kampala eine lebensmittelvergiftung, melli so schlimm, dass sie eine nacht im krankenhaus bleiben musste. Dieser unangenheme zwischenfall hat unseren zeitplan vollkommen aus der bahn geworfen…

Da wir etliche dinge in kampala zu erledigen hatten blieb noch nicht mal zeit das projekt zu besuchen. Ich hoffe ich kann das nächstes jahr so schnell wie möglich nachholen.

In der gastfamilie in kawempe habe ich allerdings ein neues , wirklich tolles, projekt kennengerlent. „Kinder Raising Voices, out of caring is the heart of care“ Katja, eine ehemalige kurzzeitfreiwillige, hat gemeinsam mit einem der brüder aus der familie seit diesem jahr ein projekt für strassenkinder und kinder aus sehr ärmlichen verhältnissen aufgebaut. Katja ist seit anfang dezember erstmal für immer nach uganda zurückgekommen. Sie und isaak bauen mit spendengeldern ein haus für die kinder und kommende freiwillige. Einmal pro woche kommt ein kunststudent und bastelt oder malt mit den kindern, kurz bevor ich gefahren bin haben sie gemeinsam weihnachtskarten gebastelt, die sie in deutschland verkauft haben.

Ich werde in zukunft noch ausführlicher von diesem projekt berichten. Jetzt heißt es erstmal den urlaub genießen und das abend essen vorbereiten 

 

5 Antworten zu „weihnachtszeit auf ugandisch…“

  1. kaddi Sagt:

    du solltest auch mal einen zeitungsartikel schreiben!genug erlebt hast du ja ;) liebe grüße aus der heimat
    ps: antworte mal ne runde auf die mails :)

  2. Jens&Gine&Co Sagt:

    Hi Eva! Wir wünschen Dir aus dem arschkalten Urbach alles Beste für 2010 und für Dein Uganda!
    Liest sich gut, was du so über deine Erlebnisse schreibst. Wenn du Platz in Deinem Rucksack hast, kannst mir so´n Nil-Bier mitbringen!
    Love&Peace&Save the Whales
    Jens

  3. oma jolande Sagt:

    hallo liebe eva,

    wir freuen uns sehr dass es dir wieder besser geht

    das neue jahr bringt dir ein neues projekt und sicher viel arbeit aber auch viel freude. am liebsten würde ich dich besuchen kommen wer weiss vielleicht ? mit oma gerda…!

    es grüsst dich herzlich deine ganze familie

    deine oma

  4. Alex, Nina und Polly Sagt:

    hi eva,
    liebe grüße von den 2 fantastischen 3 aus zwingenberg nach uganda! wir finden es wunderbar, dass du den mut hattest, so einen abenteuerlichen trip zu wagen. und wir finden es noch viel wunderbarer, was du dort jetzt so alles auf die beine stellst. und deine berichte lesen sich wirklich toll. wir freuen uns schon, dich wiederzusehen und noch viel mehr von deinen erlebnissen zu hören.
    sag mal, hast du eigentlich unser weihnachtspaket bekommen? wir vermuten ja, es hat so gut gerochen, dass es spätestens am ugandischen zoll einigen neugierigen uniformierten die mittagspause versüßt hat …
    wie dem auch sei – alles gute, pass auf dich auf und komm gesund nach hause.
    grüße von alex, nina und polly

  5. felixinindien Sagt:

    Hey Eva!

    Bin seit Ewigkeiten mal wieder auf deinem Blog gelandet. Ich bin echt neidisch, wie schoen du dein Urlaub verbracht hast.
    Ich hab bisher noch kein frei genommen..kommt aber noch!
    Du schreibst wirklcih gut und es ist interessant deine Artikel zu lesen.

    War jetzt auch das erste Mal bei nem indischen arzt. Laeuft genau so wie in Deutschland, inkl. Rezept und Apotheke….: )

    Zusaetzlich zu Marten (mein Mitfreiwilliger) ist jetzt noch ne hollaendische Psychologin in meinem Projekt, mit der man gut was unternehmen kann : )

    Hier in Delhi wirds jetzt langsam wieder waermer..der letzte Monat war echt arsch kalt.

    leibe Gruesse aus dem Osten

    Felix

    felixinindien.wordpress.com


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